Bitte die Überschrift anklicken, um den Artikel zu lesen

web - magazin

Dass Frauen in der Coronakrise die Gesellschaft am Laufen halten, ist statistisch belegbar: Ob im Einzelhandel, in Kindergärten, Vorschulen oder Krankenhäusern – stets stemmen Frauen mit über 70 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten den Löwenanteil.
Nun suggeriert aber ein Internet-Meme, welches auf "Twitter", "Instagram" und "Facebook" von tausenden Nutzern geteilt wird, dass der Erfolg gegen Corona noch auf anderer Ebene weiblich ist: "COVID-19 ist überall, aber Länder mit Staatsoberhäuptern, die die Krise besser managen, scheinen etwas gemeinsam zu haben", lautet die Überschrift, die über Fotos von acht Regierungsoberhäuptern steht. Ihre Gemeinsamkeit: Sie alle sind Frauen.

 

 

Vogue
Li Edelkoort sagt voraus, wie wir in Zukunft arbeiten, einkaufen und kommunizieren. Das sind ihre Gedanken zur momentanen Situation.
Lidewij Edelkoort gilt als berühmteste Trendforscherin der Welt. Die Niederländerin sagt voraus, wie wir in Zukunft arbeiten, einkaufen und kommunizieren werden. Wie bei einem Puzzle setzt sie in ihren weltweiten Büros, den "Studios Edelkoort", Laufsteg-Bilder, Gespräche und alltägliche Beobachtungen zusammen, bis grobe Muster und Tendenzen sichtbar werden, für die wir noch keine Worte gefunden haben, die uns aber bald beschäftigen werden. Dabei ist sie immer auch eine Kritikerin des bisherigen Systems: So veröffentlichte sie im Jahr 2015 ein “Anti-Fashion Manifesto”, in dem sie die Modebranche – Jahre bevor es die Nachhaltigkeitsbewegung in die Massen schaffte – zu radikalem Umdenken aufrief, um auch weiterhin eine Berechtigung zu haben.

Spiegel online

Männer haben die leitenden Jobs, aber die Frauen sind es, die die Gesellschaft in der Coronakrise am Laufen halten.

Tagesschau

Frauen gehen in Mexiko-Stadt gegen die ausufernde Gewalt auf die Straße.

Mexiko ist für Frauen ein gefährliches Land. Im vergangenen Jahr wurden 3800 von ihnen ermordet. Mit einem Protesttag machten Frauen auf die Gewalt aufmerksam. Anne-Katrin Mellmann über die Reaktionen einer Macho-Gesellschaft.
Artikel auf tagesschau 

https://www.tagesschau.de/ausland/mexiko-frauen-demos-101.html

TAZ

Millionen Frauen haben in Mexiko gegen die zunehmende Gewalt gegen Frauen gestreikt. Viele Betriebe und Geschäfte blieben am Montag geschlossen.
OAXACA taz | Verlassene Hörsäle, leere U-Bahnen, geschlossene Ladengeschäfte und zahlreiche Betriebe, in denen die Produktion stillstand – so erlebte Mexiko den Tag, an dem sich viele Frauen aus dem öffentlichen Leben zurückzogen, nicht zur Arbeit gingen und auch keine Hausarbeit leisteten. Um gegen die zunehmende Gewalt gegen Frauen und Mädchen zu protestieren, hatten Feministinnen für den Montag zu einem nationalen Frauenstreik aufgerufen und ernteten große Zustimmung: Universitäten, Schulen, indigene Organisationen und Behörden schlossen sich ebenso an wie Banken, Unternehmerverbände und hochrangige Politikerinnen. Schätzungen zufolge haben sich mehrere Millionen Frauen an dem Streik mit dem Titel „Ein Tag ohne uns“ beteiligt.

Zeit-online

Eine Hochschulausbildung ist nur für Männer am besten? Wenn Männer ihre Frauen schlagen, ist dies gerechtfertigt? Ja, sagt die Mehrheit in einer neuen UN-Studie.
Weltweit haben neun von zehn Menschen Vorurteile gegenüber Frauen – und damit auch ein Großteil der Frauen selbst. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Vereinten Nationen. Gefragt wurde etwa nach dem Stellenwert von einer Hochschulausbildung für beide Geschlechter oder danach, ob sich die Politik vor allem an den Vorstellungen von Männern orientieren sollte.

https://www.undp.org/content/undp/en/home/news-centre/news/2020/Gender_Social_Norms_Index_2020.html

Almost 90% of Men/Women Globally Are Biased Against Women

Auf Augenhöhe verhandeln - WIR SIND BEREIT. Unter diesem Motto steht der Equal Pay Day 2020.

21 Prozent beträgt die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern. Das sind genau 21 Prozent zuviel. Nach wie vor belegt Deutschland mit diesem Ergebnis einen der hinteren Spitzenpositionen im europäischen Vergleich. Die Lohnlücke hat sich in den letzten Jahren kaum geändert. Die Zahlen wirken wie in Stein gemeißelt.

Was sind die Gründe für diese Unbeweglichkeit? Was sagt der Gender Pay Gap aus? Über unsere Gesellschaft, Rollenvorstellungen, Unternehmenskulturen. Was können wir in Verhandlungssituationen im Beruflichen wie im Privaten ändern, um zu mehr Gerechtigkeit und Gleichstellung in Gesellschaft, Familie und Beruf zu gelangen?

Der „Digital Gender Gap“ zeigt spürbare Unterschiede zwischen Frauen und Männern im Digitalisierungsgrad aber auch in der Arbeitswelt hinsichtlich technischer Ausstattung und Möglichkeiten zum flexiblen Arbeiten auf.

Beiträge zum Thema Frauen in Beruf und Karriere unter dem Schwerpunkt "Bildung"

WDR5

Der Kindergarten fängt wieder an – passen die Gummistiefel noch? Müssen wir vielleicht noch neue kaufen? Schaffe ich das morgen nach der Arbeit? – Fast jede Mutter kennt solche Gedankenketten, einige leiden unter diesem so genannten "Mental Load".
Soziolog*innen verwenden den Begriff "Mental Load" schon seit den 1980er Jahren, populär geworden ist er 2017 durch einen erklärenden Comic-Strip der französischen Comicbuch-Autorin Emma. Der beginnt so: Eine Frau und ein Mann haben abends Gäste. Während sie rotiert, kocht, die Kinder füttert, Brei vom Boden wischt, sitzt er im Wohnzimmer schon mit den Gästen auf der Couch. Irgendwann eskaliert die Situation in der Küche. Die Reaktion des Mannes: "Ich hätte Dir doch geholfen. Du hättest bloß fragen müssen." – Dabei vergisst er, dass das Organisieren von Aufgaben selbst schon eine Aufgabe ist.

ARD Tagesschau

Frauen haben in den vergangenen Jahren bei der Erwerbstätigkeit zu Männern aufgeschlossen - es gibt aber immer noch Hindernisse. Das geht aus einem Bericht der Hans-Böckler-Stiftung hervor. Beim Gehalt klafft immer noch eine Lücke.

Die Erwerbstätigkeit von Frauen ist weiter deutlich gestiegen. Sie lag laut dem Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichem Institut (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung im Jahr 2018 bei 72 Prozent. Bei den Männern betrug sie knapp 80 Prozent. Im Jahr 1991 hatte der Unterschied zwischen Männern und Frauen noch 26 Prozentpunkte betragen, stellte das Insitutut in seinem neusten Datenreport fest.

Trotz Fortschritten in Sachen Gleichstellung verdienen berufstätige Frauen aber in Deutschland weiterhin im Durchschnitt weniger.

Gender-Kongress 2020: Ministerin Pfeiffer-Poensgen fordert Chancengleichheit für Frauen in der Wissenschaft
Expertinnen und Experten diskutieren Ergebnisse des Gender-Reports 2019 – Studie belegt „Gender Pay Gap“ an Hochschulen

Mehr als 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben heute – am „Internationalen Tag der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft“ der UN – beim Gender-Kongress 2020 des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft in Essen über den Stand der Gleichstellung an nordrhein-westfälischen Hochschulen diskutiert.

Das Online-Angebot bietet Mädchen und jungen Frauen, die sich für eine Karriere im IT-Bereich interessieren, Informationen zu den Berufsbildern, Test zur Berufsorientierung und einen Überblick der Jobmöglichkeiten.

Spektrum der Wissenschaft


Frauen könnten die Naturwissenschaften beflügeln, aber für viele Mädchen kommt solch eine Laufbahn nicht in Frage. Weshalb es höchste Zeit ist, das zu ändern.
»Bedeutende Naturwissenschaftler« steht auf dem Plakat, das in vielen Physikzimmern an Schweizer Gymnasien hängt. Keine »-innen« im Titel, kaum »-innen« im Text. Gerade einmal zwei Frauen findet, wer unter den mehr als 100 Menschen sucht, die da porträtiert sind: Marie Curie und Lise Meitner. Letztere hat allerdings keinen eigenen Eintrag, sondern wird bei ihrem Kollegen Otto Hahn beiläufig erwähnt. Sonst: Männer, so weit das Auge reicht, von der Antike bis ins 20. Jahrhundert. Männer mit Perücke, Männer mit Bart. Männer, Männer, Männer. So kann das nicht weitergehen.


Capital

Frauen sind beim Gehalt oft zu bescheiden. Sie können lernen, sich nicht mit zu wenig zu begnügen. Christine Weiner erklärt, wie Sie ihre falsche Bescheidenheit ablegen können.
Hieß es früher „hinter jedem erfolgreichen Mann steht eine Frau“, lässt sich heute mit Zahlen belegen, dass Unternehmen mit einer geschlechterausgewogenen Führung schwarze Zahlen schreiben. Wenn also Frauen beeindruckende Gewinne anziehen, dann liegt die Frage nahe, wieso sie für sich selbst so schlecht verhandeln.

Meiner Beobachtung zufolge

    - wollen Frauen einen Sinn in der Arbeit finden,
    - bewerten Frauen ein gutes Arbeitsklima höher als die Honorierung,
    - verzichten Frauen für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu bereitwillig auf eine höhere Gehaltsstufe,
    - denken Frauen weniger strategisch,
    - vermeiden Frauen harte Verhandlungen ums Geld bis hin zum „Pokern“,
    - liegen „soziale“ Anliegen bei Frauen vor dem eigenen Gehalt.

Die Zeit

Was Frauen im Job erleben  In der deutschen Wirtschaft läuft etwas grundsätzlich schief – in allen Branchen, auf allen Positionen. Vier betroffene Frauen berichten aus ihrem Arbeitsalltag.


Im Jahr 2019 werden Frauen im Job reihenweise diskriminiert, diffamiert und sexuell belästigt: Das dokumentieren fast 1.500 persönliche Erfahrungsberichte, die als Reaktion auf eine umfangreiche Recherche zur Situation von Frauen in der Arbeitswelt seit März bei ZEIT ONLINE und der ZEIT eingegangen sind. Die Schilderungen unserer Leserinnen offenbaren Probleme, die die gesamte deutsche Arbeitswelt betreffen. Sie zeigen, dass etwas grundsätzlich schiefläuft in der Wirtschaft, und zwar in allen Branchen, auf allen Positionen.

 

 

 

Frankfurter Allgemeine Zeitung


Die Technische Uni Eindhoven greift zu weitreichenden Maßnahmen, um die Frauenquote anzuheben. Es sollen vorerst nur noch Frauen Dozentenstellen bekommen. Das ruft nicht nur Zustimmung hervor.
Mit einer ungewöhnlichen Maßnahme zur Frauenförderung befeuert die Technische Universität Eindhoven die Geschlechterdebatte in den Niederlanden. Sie besetzt bis auf weiteres feste Dozentenstellen nur noch mit Frauen. Nur wenn nach sechs Monaten keine geeignete Frau gefunden ist, können sich Männer bewerben.
Ein völliger Ausschluss von Männern ist auch in Frauenförderprogrammen ungewöhnlich. Befürwortern zufolge geht es nicht anders, weil Frauen in der Gesellschaft immer noch strukturell benachteiligt seien. Gegner sprechen von Diskriminierung von Männern aufgrund ihres Geschlechts.

Wirtschaftswoche


Forscher des Wissenschaftszentrums in Berlin wollten herausfinden, worauf Personaler bei Bewerbungen um einen Ausbildungsplatz besonders achten. Das Ergebnis hat sie selbst überrascht.
Frau Kübler, könnten Sie kurz das Ergebnis der Studie zusammenfassen?
Wir haben festgestellt, dass die Lebensläufe von Frauen schlechter bewertet wurden als die der Männer mit denselben Angaben. Im Schnitt entspricht die Bewertung der Frau dem Effekt einer ganzen Schulnote schlechter. Wichtig ist zu erwähnen, dass Frauen vor allem in männlich dominierten Branchen diskriminiert wurden. In klassischen „Frauenberufen“ wurden Männer hingegen fair behandelt.

RTL Mütter verdienen zehn Jahre nach der Geburt im Schnitt 61 Prozent weniger als zuvor Immer wieder stehen Gehaltsunterschiede zwischen Frauen und Männern in Deutschland in der Diskussion. Und dabei spielen Kinder eine große Rolle – zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studienreihe, die die Folgen von Elternschaft auf das Gehalt und die Aufstiegschancen im Job analysiert. Während Frauen sogar zehn Jahre nach der Geburt im Schnitt 61 Prozent weniger als im Jahr vor der Geburt verdienen, kann ein Kind für Väter im Beruf sogar von Vorteil sein. Dieser Kontrast ist im Vergleich zu den anderen Ländern, mit denen sich die Studie auseinandersetzt, in Deutschland am extremsten. Wie kann das sein? "Für Frauen sind Kinder beim Gehalt eine Strafe"