Katholisch online


Als Elisabeth Hartmann-Kulla im Februar das erste Mal über "Maria 2.0" auf Facebook gelesen hatte, war ihr sofort klar, dass sie dabei mitmachen wird. "Ich habe gleich gedacht: 'Ein Kirchenstreik der Frauen, das ist es!'", sagt die pensionierte Lehrerin mit unüberhörbarer Begeisterung in der kräftigen Stimme. Der kirchliche Missbrauchsskandal, eine verkrustete Hierarchie und der Ausschluss der Frauen von den Weiheämtern: Hartmann-Kulla ist es leid, über diese seit Jahrzehnten vorgebrachten Kritikpunkte lediglich zu sprechen und tatenlos dabei zuzugucken, wie die Kirche von einer Krise in die nächste schlingert. "Ich möchte etwas tun für die Kirche", bekennt sie. Denn die Kirche liege ihr schließlich sehr am Herzen.



Frankfurter Allgemeine Zeitung


Eine Woche lang wollen katholische Aktivistinnen keine Kirche betreten oder ehrenamtliche Dienste verrichten. Sie fordern einen Zugang von Frauen zu Weiheämtern. Die Bischofskonferenz lehnt den Streik ab.
n hunderten Orten Deutschlands haben katholische Frauen an diesem Wochenende einen Kirchenstreik begonnen. Bis Samstag protestiert die Bewegung „Maria 2.0“ gegen eine männerdominierte Kirche und für den Zugang von Frauen zu den Weiheämtern in der katholischen Kirche.
Die Initiative von fünf Münsteranerinnen hat sich zu einer bundesweiten Protestwelle entwickelt. Auch die beiden großen katholischen Frauenverbände kfd und KDFB unterstützen die Aktionswoche.

- P r e s s e i n f o r m a t i o n e n -

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Deutschlandfunk


Unter den deutschen Startup-Gründern gibt es zu wenig Frauen. Dabei sei die eigene Firma ideal, um Beruf und Familie zu vereinbaren, sagt die Publizistin Margaret Heckel. Ihre Devise: Keine Angst vor dem Scheitern: „Es macht Spaß, die Welt zu verändern.“

Die Zeit


Vor zwei Wochen beschrieb die ZEIT, wie Frauen im Beruf diskriminiert werden. Hier berichten Mitglieder des ZEIT-Wirtschaftsrats von ihren Erfahrungen.
Ein Satz aus dem Artikel gefällt mir besonders: Frauen "sind nicht bereit, dem Beruf alles unterzuordnen". Als ich in den Neunzigerjahren an der FU Berlin studiert habe, diskutierten wir viel über das Gender-Thema. Darüber, dass Frauen ab einer bestimmten Hierarchie an eine "gläserne Decke" stoßen. Inzwischen haben wir immerhin seit einigen Jahren eine kinderlose Kanzlerin, eine siebenfache Mutter als Verteidigungsministerin und eine Justizministerin, die ihre Kinder im Wechselmodell erzogen hat. Dennoch zeigt der Artikel sehr prägnant die immer noch bestehende Ungleichverteilung auf: je höher die Hierarchie, desto männlicher die Besetzung.

FEM


Frauen waren mal die Rippe eines Mannes, dürfen nicht gleichwertig arbeiten und nicht über ihren Körper entscheiden. Es ist schwer als Feministin in der katholischen Kirche zu sein.
Geht es patriarchaler als die katholische Kirche? Die Auslegung der Bibel wird seit Jahrhunderten von Männern dominiert, die sich dem weiblichen Geschlecht überlegen sehen. Steht ja so in der Bibel. Eva wurde aus der Rippe Adams gemacht. Eva ist Adam natürlich unterlegen.

Frankfurter Allgemeine Zeitung
Wenn Aufsichtsräte weiblicher werden, steigt auch der Frauenanteil in anderen Top-Positionen in den Unternehmen? Von wegen!
Die Liste der Länder ist lang: Deutschland, Österreich, Belgien, Dänemark, Frankreich, Irland, Island, Italien, Spanien und die Niederlande – sie alle sind in den vergangenen Jahren dem Beispiel Norwegens gefolgt und haben eine Frauenquote für Aufsichtsräte in Kapitalgesellschaften eingeführt. Die Hoffnung: Wacht ein weiblicheres Gremium über die Geschehnisse im Unternehmen, so verbessern sich die Voraussetzungen für Frauen, dort Karriere zu machen, Führungskräfte zu werden und Gutverdiener-Positionen zu erhaschen.
Aber stimmt das überhaupt? Nein, sagt eine neue empirische Studie der Ökonominnen Agata Maida von der Universität Mailand und Andrea Weber von der amerikanisch-ungarischen Privatuniversität CEU, die kommende Woche vom Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit (IZA) veröffentlicht wird und die der F.A.Z. vorab vorliegt. Die sogenannte gläserne Decke können demnach Frauenquoten für Aufsichtsräte nicht durchschlagen.

Wirtschaftswoche


Forscher des Wissenschaftszentrums in Berlin wollten herausfinden, worauf Personaler bei Bewerbungen um einen Ausbildungsplatz besonders achten. Das Ergebnis hat sie selbst überrascht.
Frau Kübler, könnten Sie kurz das Ergebnis der Studie zusammenfassen?
Wir haben festgestellt, dass die Lebensläufe von Frauen schlechter bewertet wurden als die der Männer mit denselben Angaben. Im Schnitt entspricht die Bewertung der Frau dem Effekt einer ganzen Schulnote schlechter. Wichtig ist zu erwähnen, dass Frauen vor allem in männlich dominierten Branchen diskriminiert wurden. In klassischen „Frauenberufen“ wurden Männer hingegen fair behandelt.

RTL Mütter verdienen zehn Jahre nach der Geburt im Schnitt 61 Prozent weniger als zuvor Immer wieder stehen Gehaltsunterschiede zwischen Frauen und Männern in Deutschland in der Diskussion. Und dabei spielen Kinder eine große Rolle – zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studienreihe, die die Folgen von Elternschaft auf das Gehalt und die Aufstiegschancen im Job analysiert. Während Frauen sogar zehn Jahre nach der Geburt im Schnitt 61 Prozent weniger als im Jahr vor der Geburt verdienen, kann ein Kind für Väter im Beruf sogar von Vorteil sein. Dieser Kontrast ist im Vergleich zu den anderen Ländern, mit denen sich die Studie auseinandersetzt, in Deutschland am extremsten. Wie kann das sein? "Für Frauen sind Kinder beim Gehalt eine Strafe"

Capital


Nicht nur die Leistung zählt: Wer Karriere machen will, muss sich auch in Gesprächen gut vermarkten können.Christina Kock erklärt, warum das vor allem Frauen oft schwerfällt und was sie besser machen können
Ein bekanntes und beliebtes Vorurteil über Frauen behauptet, der weibliche Teil der Bevölkerung rede deutlich mehr als der männliche. Ob dies generell richtig oder falsch ist, soll hier gar nicht näher untersucht werden. Fakt ist: Eine latente ‚Sprachlosigkeit‘ erfasst die Frauen ausgerechnet an den Punkten, wenn es um berufliches Vorankommen und Karriere geht.

Die Zeit

Entweder sie werden schon als Mädchen getötet oder sie machen Karriere: Chinas Frauen hoffen auf #MeToo als einzige wirksame Demokratisierungsbewegung.
Die brutale Ein-Kind-Politik zeigt jetzt interessante Auswirkungen: Viele Familien haben all ihre Mittel in ihre einzige Tochter investiert:

Frankfurter Allgemeine Zeitung


Erst hat ein Moderator die beste Fußballerin der Welt vor allen Leuten gefragt, ob sie sexy tanzen kann. Dann haben sich viele gefragt, ob das jetzt sexistisch war. Dabei ist die Antwort kinderleicht.

Frankfurter Allgemeine Zeitung


Frauen investieren viel Zeit und Geld in ihre Ausbildung. Doch kaum sind die Kinder da, ziehen sich viele in die Teilzeit zurück – und riskieren damit ihre Altersvorsorge. Warum ist das so?
Frauen in Deutschland wollen nicht voll berufstätig sein. Zumindest die Hälfte von ihnen nicht. In der Altersklasse von 30 bis 54 Jahren arbeitet derzeit jede zweite Frau in Teilzeit. Und sie ist damit offenbar sehr zufrieden.

Wirtschaftswoche


Verdient die Frau mehr als ihr Mann, neigen beide Partner dazu, ihr wahres Gehalt zu verschleiern, um den Mann besser aussehen zu lassen. Das zeigt eine US-Studie. Über die Gründe dafür können die Forscher nur mutmaßen.

Berliner Zeitung

Das Wort Patriarchat klingt altmodisch, fast nach Feudalismus. Väterherrschaft heißt es auf Deutsch und beschreibt ein System, in dem Reichtum und Macht in den Händen von Männern liegen. Im vergangenen Jahr erlebte das fast vergessene Wort ein Revival, auf T-Shirts, auf Büchern, auf Plakaten. „Die letzten Tage des Patriarchats“ lautete der Titel eines Bestsellers der Feministin Margarete Stokowski. „Wir erleben den Zerfall einer sehr alten Gesellschaftsstruktur“, sagte sie dem Magazin Ze.tt.
Es mag etwas bröckeln, aber bis zur weiblichen Zukunft könnten noch ein paar Jährchen vergehen. 13,5 Prozent der Dax-Vorstände sind weiblich, aber 99 Prozent der Sprechstundenhilfen. Frauen bekommen im Schnitt 21 Prozent weniger Gehalt. Nur jede dritte Abgeordnete im Bundestag ist eine Frau – ein historischer Tiefstand.

Süddeutsche Zeitung

Immerhin: Die Regierung hat es 2018 ein bisschen einfacher gemacht, Kinder und Beruf zu vereinbaren. Aber es muss sich noch viel mehr tun - und auch die Männer müssen sich ändern. Morgens vor der Arbeit schnell die Kinder anziehen und zur Kita bringen. Dann bei der Arbeit Gas geben, um sie rechtzeitig abzuholen und nach Hause zu bringen - wo die Hausarbeit wartet. Ja, Eltern mit zwei Jobs steuern leicht auf die Erschöpfung zu. Will das einer (meist die Mutter) durch Teilzeit verhindern, wird er (sie) beruflich wie finanziell abgehängt. Burn-out oder B-Job: Vor diesem Dilemma stehen immer mehr Paare. Der Politik war das lange egal. Aber vielleicht wird man irgendwann sagen, dass das Jahr 2018 die Wende markierte.

Spiegel online

Eine Wikipedia-Auswertung zeigt, wie selten Frauen dort vertreten sind - und wie Stereotype die Einträge der Online-Enzyklopädie prägen.
 

Die Zeit

Männer haben kapiert, dass Feminismus modern ist. Aber Frauen werden im Job weiterhin diskriminiert. Einige persönliche Bemerkungen zum Stand der Gleichberechtigung
Ein Freund (klug, dem Selbstverständnis nach modern) sagte einer Freundin, dass sie vielleicht eine Psychotherapie machen müsse, wenn ihr manchmal mehr danach sei zu arbeiten, als ihr Kind zu stillen. Die Frau, auf der Gute-Mutter-Ebene natürlich fantastisch zu kriegen, wiederum erzählte ihrer Therapeutin (zu der sie ohnehin schon ging) davon. Die entgegnete, dass die Empfehlung jenes Freundes insofern keine Überraschung darstelle, als Mütter, die einem Beruf nachgehen, eben besonders hart beweisen müssten, dass sie gute, das heißt richtige Mütter, seien, die ihre Mutterschaft vor allem selbstlos betreiben. 

Westfälische Rundschau

Parlamente in NRW werden von Männern zwischen 56 und 70 Jahren dominiert. Politik-Experte befürchtet mögliche Ausfälle von Stadtratswahlen.

Männer zwischen 56 und 70 Jahren dominieren die Stadt- und Gemeinderäte in NRW. Das zeigt eine kürzlich vom WDR durchgeführte und veröffentlichte Studie. Unter 40-Jährige sind ebenso unterrepräsentiert wie Frauen. Für die Untersuchung wurden die Geburtsjahrgänge von 87 Prozent aller Ratsmitglieder in NRW erfasst.

 

 

Der Merkur

Frau Weiß, seit 100 Jahren dürfen Frauen in politische Ämter gewählt werden. Wie paritätisch sind unsere Ratsgremien besetzt?

Ungefähr 50 Prozent der Bevölkerung im Landkreis ist weiblich. In unseren kommunalen Parlamenten entscheiden aber nur durchschnittlich 20 Prozent Frauen mit. Wie uns die Zahlen unmissverständlich zeigen, sind wir von einer paritätischen Besetzung in den Gemeinde- und Stadtparlamenten oder im Kreistag noch sehr weit entfernt. Von unseren 21 Stadt- und Gemeinderäten sind sogar acht dabei, die einen Frauenanteil von weniger als 20 Prozent aufweisen.

 World Economic Forum
The Global Gender Gap Report 2016

Studie über die Kluft zwischen den Geschlechtern.

Frankfurter Allgemeine Zeitung
Asien ist vielen fremd, wirtschaftlich sogar gefürchtet. Doch wie sieht es wirklich aus auf dem größten Kontinent der Erde? Ein Projekt der Bertelsmann-Stiftung erfasst Asien in Zahlen und Grafiken. Im ersten Teil: Die Stellung der Geschlechter.
In den vergangenen zehn Jahren hat es quer durch Asien Schritte zur Gleichstellung von Mann und Frau gegeben. Die Richtung stimmt also, doch die Geschwindigkeit in den einzelnen Ländern unterscheidet sich stark. Ein besonders deutlicher Unterschied zeigt sich zwischen Ost- und Südostasien und Südasien.

Wirtschaftswoche
Frauen in einem gewissen Alter haben geringere Chancen auf eine Festanstellung. Der Kern des Problems ist nicht, dass Frauen Kinder bekommen – sondern dass Kinder überhaupt als Problem angesehen werden.
Die Genderdebatte nervt. Nicht etwa, weil sie unwichtig wäre, im Gegenteil – sondern weil wir noch immer sehr viel reden, während der Fortschritt vergleichsweise gering ausfällt.
Nach deutscher und europäischer Gesetzgebung soll es für Frauen und Männer Chancengleichheit im Arbeitsleben geben. Faktisch liegen wir nach Angaben des Statistischen Bundesamtes bei einem „Pay Gap“ von 21 Prozent. Zum Vergleich: Im Jahre 2006 betrug der Einkommensunterschied zwischen den Geschlechtern 23 Prozent.

Süddeutsche Zeitung
Viele Paare behaupten, sie teilten sich alles: Arbeit, Haushalt, Familien-Organisation. Von wegen - vor allem arbeiten beide gemeinsam an der Vertuschung der Wahrheit. Höchste Zeit, das zu ändern.

FAZ   FAZIT - Der Wirtschaftsblog

In Ostdeutschland können Mädchen besser rechnen als im Westen. Woran mag das nur liegen? Von Jürgen Kaube

Vor 25 Jahren lag der Anteil der weiblichen Studenten an deutschen Hochschulen noch knapp unter 40 Prozent. Zehn Jahre später war die Lücke fast geschlossen, und es studierten anteilsmäßig fast so viele Frauen, wie in einem Jahrgang vertreten sind, nämlich knapp 50 Prozent. In manchen Fächern, von der Jurisprudenz bis zur Medizin, liegen die Anteile inzwischen deutlich höher, von Kunstgeschichte, Psychologie oder Germanistik ganz zu schweigen.

ARD

Im ARD-Film "Keiner schiebt uns weg", der unmittelbar vor "Maischberger" um 20:15 Uhr im Ersten ausgestrahlt wird, erkämpfen sich die Arbeiterinnen eines Fotolabors in den späten 1970er Jahren das gleiche Gehalt wie die Männer – und bleiben damit doch die Ausnahme. Auch 40 Jahre später verdienen Frauen in Deutschland durchschnittlich 21 Prozent weniger als Männer und in den Vorstandsetagen der Dax-Unternehmen sitzen nur rund sieben Prozent Frauen. Im Bundestag ist der Frauenanteil sogar wieder stark zurückgegangen. Ist die Gleichberechtigung in der deutschen Gesellschaft nicht angekommen? Muss der Gesetzgeber der Wirtschaft und der Politik verpflichtende Frauenquoten verordnen, damit mehr Frauen in Spitzenpositionen gelangen? Sollte Gehaltsgleichheit per Gesetz festgelegt werden? Oder sind Frauen einfach gefordert, sich stärker durchzusetzen?

web magazin

Seit 100 Jahren dürfen auch Frauen in Deutschland ihre Stimme an der Wahlurne abgeben. Aber gibt es ein typisch "weibliches Wahlverhalten"? Wählen Frauen moderater oder radikaler als Männer? Politikwissenschaftler Prof. Dr. Marschall erklärt im Interview die Unterschiede - und warum Frauen auch Politiker mit frauenfeindlichen Parolen wählen.

 

 

Kölner Stadtanzeiger
Berlin -  Kanzlerin Angela Merkel hat zum 100. Jahrestag der Einführung des Frauenwahlrechts weitere Schritte zur Umsetzung der Gleichberechtigung gefordert. Vor allem bei der „vernünftigen Repräsentanz“ von Frauen in Führungsetagen sei noch ein weiter Weg zu gehen, sagte Merkel in ihrem wöchentlichen Video-Podcast. „Wir in der politischen Landschaft wollen dafür sorgen, dass wir eine paritätische Besetzung gerade auch der von uns eingerichteten Gremien bis 2025 erreichen“, betonte die CDU-Politikerin. Es habe bereits erhebliche Fortschritte gegeben. „Es bleibt aber noch viel zu tun.“


Kölner Stadtanzeiger
Seit 100 Jahren dürfen Frauen in Deutschland wählen – und können auch gewählt werden. Doch in den Kommunalvertretungen im Rhein-Erft-Kreis sind Frauen noch immer in der Minderheit.
Lange Jahre war Alice Neugebauer nach Ende des Zweiten Weltkriegs die einzige Frau im Hürther Gemeinderat; der frühere Bürgermeister Karl Ingenerf soll sie zu Beginn der Ratssitzungen namentlich begrüßt haben. Ilse Neugebauer folgte dem Vorbild ihrer Mutter, die 1919 in die SPD eingetreten war.

Die Zeit 

So wird sie gern erzählt, die Geschichte von den Anfängen der Demokratie: als eine Chronik von Revolution und Gewalt, Unten gegen Oben, Gut gegen Böse sowieso, als ein Weg vom Dunkel ins Licht, voller Abenteuer, Blut und Tränen.
Doch nicht nur die Politikwissenschaft kann diese Darstellung nicht bestätigen. Sei es in Lateinamerika oder während des Arabischen Frühlings: Wenn die reformerischen Kräfte mit ihren zeitraubenden Vorschlägen ins Hintertreffen geraten, endet revolutionärer Aufruhr häufig in neuer Autokratie. Auch historisch betrachtet erscheint die Rolle von Revolutionen ambivalent.

Europäische Kommission
Ab kommenden Samstag (3. November) bis zum Ende des Jahres arbeiten Frauen in der Europäischen Union quasi umsonst. Denn der durchschnittliche Brutto-Stundenlohn von Frauen in Europa liegt 16,2 Prozent unter dem der Männer - damit arbeiten Frauen mehr als 16 Prozent des Jahres unentgeltlich. In Deutschland liegt das geschlechterspezifische Lohngefälle sogar bei 21,5 Prozent; das ist der dritthöchste Wert in der EU.Anlässlich des diesjährigen Tages der Lohngleichheit (Equal Pay Day) erklärten EU-Kommissionsvizepräsident Frans Timmermans und die EU-Kommissarinnen Marianne Thyssen und Vera Jourová: „Die heute veröffentlichten neuen Zahlen zeigen deutlich, wie wichtig es ist, dass die von der Europäischen Kommission vorgelegten Rechtsvorschriften zur Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben rasch angenommen werden. Ein Drittel der Europäerinnen und Europäer konnte im vergangenen Jahr keinen Urlaub aus familiären Gründen nehmen, und nur 40 Prozent der Väter nahmen Elternurlaub (oder planen dies). Dies ist weder fair noch nachhaltig.“

LN online
Häusliche Gewalt in den Fokus rücken, war das Ziel einer einjährigen Strick-Aktion. Die Resonanz war groß: Mehr als 100 Frauen beteiligten sich. Im November werden die Decken zugunsten von Frauenhäusern verkauft.

Brigitte

Wir beneiden Schweden um die flexiblen Arbeitszeiten und die USA um die vielen Vorstandsfrauen. Aber auch bei uns gehen immer mehr Firmen für ihre Mitarbeiterinnen die Extrameile - aus guten Gründen.

Wirtschaftwoche
In diesem Jahr wird zum 50. Mal der Ökonomie-Nobelpreis vergeben. Nur einmal gewann bisher eine Frau. Warum Forscherinnen in der VWL unterrepräsentiert sind – und wo sich das gerade ändert.

Frankfurter Allgemeine Zeitung
Ob Easyjet oder Deutsche Lufthansa: Fliegendes Personal wird verzweifelt gesucht. Klar, dass Airlines jetzt die Frauen für sich entdecken und für Gleichberechtigung trommeln.

Sportschau
Beim Ironman auf Hawaii will Mareen Hufe unter die Top 10. Anders als die meisten Konkurrentinnen ist die 40-Jährige aus Wesel aber nicht von Platzierungen und Preisgeldern abhängig. Denn die Triathletin, die Bankbetriebswirtschaft und internationale Wirtschaft studiert hat, arbeitet trotz des immensen Trainingsumfangs als Angestellte. Hufe startet für den Verein Triminators TV Voerde. Im Juli 2018 gewann sie beim Ironman Austria ihr erstes Ironman-Rennen. Auf Hawaii ist sie neben Anne Haug und Katja Konschak eine von drei deutschen Starterinnen.

Der Standard  Österreich  
Von den elf Forderungen des Frauenvolksbegehrens 1997 sind erst zwei durchgesetzt. Hätten nicht über 600.000 Menschen unterschrieben, hätten Alleinerzieherinnen immer noch keinen Anspruch auf Karenzzeit. Frauen dürfen wählen, von einer Ausbildung profitieren und einem Beruf nachgehen. Das ist für uns das Normalste der Welt. An der Oberfläche ist es Teil unseres kulturellen Selbstverständnisses. Das Problem ist: An der Oberfläche wird geschabt, und darunter brodelt es gefährlich.

Handelsblatt

Der Investor aus der „Höhle der Löwen“ spricht im Interview über Gründerinnen-Mangel und warum Frauen mit Start-ups erfolgreicher sein können.  Carina Kontio
Der Bonner Frank Thelen ist einer der bekanntesten Investoren Deutschlands. Mit dem Team seiner Investment-Gesellschaft Freigeist Capital fördert und begleitet er Unternehmensgründer. Die Start-up-Show „Die Höhle der Löwen“ (DHDL), in der er seit der ersten Folge Juror ist, ging Anfang September in die fünfte Staffel. Gerade hat Thelen seine Autobiografie „Startup-DNA“ veröffentlicht.
Der Mann hat also gut zu tun. Trotzdem hat er sich die Zeit genommen, über das Thema Gründerinnen-Mangel und Unconscious Bias, also unbewusste Voreingenommenheit, zu sprechen. Denn laut einer Studie erhalten männliche Gründer bei identischen Inhalten und Präsentationen mit einer 40 Prozent höheren Wahrscheinlichkeit eine Wagnisfinanzierung (VC) als Frauen. Ob das dem Bonner Investor bewusst ist?

Tagesspiegel

Das generische Maskulinum erlaubt keine geschlechtergerechte Sprache. Eine Replik der Linguistin Gabriele Diewald auf ihren Kollegen Peter Eisenberg. Peter Eisenberg beteuert in seinem Beitrag im Tagesspiegel vom 6. August, dass er sich bei seiner Verteidigung des generischen Maskulinums keineswegs gegen die Verwendung geschlechtergerechter Sprache richte, sondern nur dagegen, diese Gebrauchsgewohnheit aufzugeben. Eine solche Haltung erinnert an das Sprichwort „Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass!“.
Alle, denen es ernst ist mit geschlechtergerechter Sprachverwendung, wissen, dass genau dies sinnvoll ist: Personenbezeichnungen (und nur um die geht es in dieser Debatte), bei denen unklar ist, auf wen sie sich beziehen, zu meiden. Denn von großen Teilen der Sprachgemeinschaft werden sie als diskriminierend wahrgenommen.

Die Welt

Die Mutter sollte zur Kinderbetreuung eher zu Hause bleiben als der Vater: Diese Vorstellung vertritt nicht nur eine Mehrheit der erwachsenen Deutschen. Laut einer Studie ist sie auch unter 14- bis 17-Jährigen dominant.

Südostschweiz

Frauen in der Wirtschaft haben es schwer, besagen Studien. Besucherinnen des Wirtschaftsforums bestätigen dies. "Bossy" heisst rechthaberisch, herrisch, herrschsüchtig, im schlimmsten Fall diktatorisch. Angewendet wird das Wort sehr oft für Frauen in höheren Positionen. Aber nicht nur: Weiss eine Frau etwas besser als der Mann, «tut sie eben bossy». Und um gleich noch ein paar andere Schwierigkeiten im Bezug zu «Frauen und Karriere» auf den Tisch zu legen: Will sie Karriere machen, ist sie ohne Kinder besser dran. Teilzeitarbeit ist ein Schimpfwort. Und Attraktivität ist zwar von Vorteil, aber bitte nicht zu schön.

Berliner Morgenpost

Das Rollenbild ist in Deutschland seit 100 Jahren unverändert. Für Alleinerziehende ist das schmerzhaft, meint Caroline Rosales.Manchmal hatte man als Frau und junge Mutter so eine Art Grundahnung, dass tatsächlich irgendetwas nicht gerecht zugeht. Schon vor Jahren erzählte mir meine Freundin Isa, dass ihre Jobsuche nach ihrem ersten Sohn sehr beschwerlich war. Bewarb sie sich als Mutter eines kleinen Kindes, wurde sie selten bis gar nicht zu Vorstellungsgesprächen eingeladen. Doch jedes Mal wenn sie das Kind aus dem CV herausnahm, bekam sie einen Termin.

Die Zeit

"Die Kolleginnen redeten über meinen Hintern" Kann man im Job das falsche Geschlecht oder die falsche sexuelle Orientierung haben? Ein schwuler Koch, eine weibliche Türsteherin und ein männlicher Pfleger erzählen. Die Dachdeckerin bat den Auszubildenden, einen Blumenstrauß beim Floristen abzuholen. Solche Sätze liest man so selten, weil sie so selten der Realität entsprechen. Der Anteil an weiblichen Dachdeckerinnen lag im Ausbildungsjahrgang 2012 etwa bei einem guten Prozent. Und der Anteil der Männer unter den Floristen bei immerhin 3,8 Prozent.

zeit-online

Unser Autor arbeitet zu Hause, um die Kindererziehung fair mit seiner Frau zu teilen. Andere Väter sagen ihm, sie können sich diesen Luxus nicht leisten. Ach, wirklich?
Es gibt Tage, an denen ich ein ganz schlechter Vater bin. Meistens dann, wenn anderen Menschen aus meiner Branche etwas Großes gelungen ist, sie einen tollen Posten ergattert oder einen Preis gewonnen haben. Ich stehe dann mit klopfendem Herzen minutenlang in der Mitte des Raumes und starre voller Neid auf mein Smartphone.

Süddeutsche Zeitung

 

Wenn das erste Kind geboren wird, ist es in den meisten Beziehungen vorbei mit der Gleichberechtigung. Gegen den Satz »Ein Baby braucht seine Mutter« müssen sich Frauen von Anfang an wehren - das beginnt schon bei der Partnerwahl.Gibt drei Wahrheiten. Die Erde ist rund. Wir werden alle sterben. Und die Gleichberechtigung ist vorbei, wenn das erste Kind geboren wird. Ist so. Komplett, zu hundert Prozent, in meinem ganzen Freundeskreis.

Focus

Die Gleichstellungsbeauftragte, Carolin Weitzel, und die Vorsitzendes des Frauenbeirates der Stadt Erftstadt, Katharina Pfeilschifter, entwickeln derzeit gemeinsame Projektideen zu Themen, die junge Paare, Mütter und Väter in Erftstadt betreffen.

zeit-online

Eine Quote will die FDP nicht, aber was dann? Ein Gespräch mit liberalen Frauen zeigt: Die Männerdominanz lässt sich nur schwer überwinden.
Von Angelika Finkenwirth, Berlin

zeit-online

Die Filmbranche hat ein Problem mit sexueller Belästigung und Übergriffen. Eine Anlaufstelle für Opfer soll Abhilfe schaffen, doch einig ist man sich noch nicht.

Der Standard

Die Initiative "Women in Biology" beobachtet seit vier Jahren den massiven Forscherinnenschwund. Von 20 Professuren sind nur zwei von Frauen besetzt.

Neue Rhein/Neue Ruhr Zeitung

Maschinenbau ist eine Männerdomäne. Aber die Wirtschaft braucht Ingenieure und wirbt um Frauen. Neuer Studiengang will den Zugang erleichtern.
Als erste Hochschule bundesweit bietet die HRW ab Wintersemester einen Studiengang Maschinenbau ausschließlich für Frauen an. „Unnötig“, „diskriminierend“, „wenn sich Frauen schon nicht im Studium durchsetzen können, wie soll ihnen das denn später im Berufsleben gelingen?“ So lauten spontane Reaktionen, wenn Professorin Alexandra Dorschu von dem Vorhaben berichtete.

20min ch

Warum braucht es einen Tag für Sekretärinnen? Und sind das wirklich alles nur Frauen? Eine Expertin gibt Antworten.

Brigitte

Vor 45 Jahren erschien in BRIGITTE der erste Artikel über Tagesmütter in Skandinavien. Die Forderung, das Modell auch in Deutschland einzuführen, wurde heiß diskutiert und führte zu einer neuen sozialen Bewegung - die auch heute die Lösung für das Betreuungsdilemma in vielen Familien sein könnte.

Süddeutsche Zeitung

"Ein Mann ist keine Altersvorsorge" steht auf den Bierfilzln, oder "Frauen leben länger - aber von was?". Annemarie Fischer, Leiterin der Gleichstellungsstelle Fürstenfeldbruck, verteilt die Untersetzer auf den Stehtischen der Ausstellung "Minijob - Wovon lebt Frau im Alter?", die derzeit in der Galerie des Landratsamtes zu sehen ist. Zur Vernissage bietet die Agentur für Arbeit einen Vortrag mit Helma Sick an, der sich gezielt an Frauen richtet und sich um die oft versteckten Gefahren der Altersarmut dreht. Rund zwei Dutzend Zuhörerinnen sind an diesem Mittwochabend gekommen, um sich zu informieren.

Golem.de IT-news für Profis

Programmierer war früher kein männlicher Beruf, doch mittlerweile hat sich dieses Klischee weltweit verfestigt: Immer weniger Frauen arbeiten in IT-Berufen. In ärmeren Ländern machen sich Frauen dafür stark, dass Coding gar nicht erst zur Männersache erklärt wird. Eine Reportage von drei Kontinenten.

Tagesanzeiger Schweiz

Im letzten Sommer habe ich nach 17 Jahren als Sekundarlehrerin gekündigt. Ich wollte den permanenten Spagat von Familie und Beruf für eine gewisse Zeit aufheben, auch wenn ich diesen Spagat immer selbst gewollt hatte.
Nun aber sehnte ich mich nach Entschleunigung im Alltag. Und wünschte mir Musse, um über eine berufliche Neuorientierung nachzudenken. Den Lohnausfall von 40 Prozent Anstellung lösten wir so: Mein Einkommen hatte Kita-und Tagesschulkosten für drei Kinder gedeckt, und übrig blieb jeweils ein netter Batzen. Die Kosten für die Fremdbetreuung senkten wir deshalb auf nahezu null. Die weitere notwendige Budgetkürzung erwies sich in der Umsetzung als schwierig, worauf ich ab und zu Stellvertretungen in der Schule annahm.

zeit online

Natalie Urwyler wollte Medizin-Professorin werden. Doch nach der Habilitation kam das Kind – und das Ende ihrer Karriere. Die Ärztin klagte gegen ihren Arbeitgeber. Nun kommt der Fall vor das Berner Obergericht. Aber wie lange mag sie noch kämpfen?

ARD Mediathek

Frauen im All, Frauen bei der Bundeswehr, Frauen im Musikgeschäft - es gibt sie überall, die Spitzenfrauen. Dennoch ist die Gleichberechtigung im Berufsleben noch lange nicht angekommen. Ein Blick auf selbstbewusste Frauen und ihre bisweilen steinigen Wege zum Erfolg.

Der Tagesspiegel

Schon früh im Leben gab man ihr zu verstehen, dass eine Sache nun wirklich nichts für sie sei: Lernen. Nun macht die Berliner Asperger-Autistin Roswitha Stephan mit 61 ihr Abitur.Ob sie sich nicht doch einfach im Schaukelstuhl zurücklehnen könnte, wollte Roswitha Stephans Sohn wissen. Mit Ende 50 den Rest des Lebens genießen. Doch die quirlige Frau mit den kurzen schwarzen Haaren mochte nicht.

Kölner Stadtanzeiger

Professuren an den Universitäten in Nordrhein-Westfalen sind zum größten Teil immer noch eine Männer-Domäne. Nur jede vierte Professur an den Universitäten und Uni-Kliniken war 2016 mit einer Frau besetzt, wie aus einer der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Übersicht des NRW-Wissenschaftsministeriums hervorgeht. Frauen machten demnach nur 24,8 Prozent der Professorenschaft aus. Insgesamt gab es 2016 knapp 1240 Professorinnen an den NRW-Hochschulen und 3745 Professoren.

horizont-net

Ob Gender Pay Gap, Mentoring-Programme, Quoteninitiativen: Das Thema Gleichstellung ist in den vergangenen Jahren zu einem der Top-Themen der Werbebranche avanciert. Jüngere Studien zeigen, wie eklatant die Unterschiede immer noch sind. Laut der im Oktober 2017 vom Gesamtverband Kommunikationsagenturen GWA veröffentlichten Human-Resources-Studie schaffen es gerade mal 2 Prozent aller weiblichen Mitarbeiter in den GWA-Agenturen bis ins General Management.

Eine ältere Frau, Heidi Klum, küsst einen jüngeren Mann, Tom Kaulitz. Ende der Geschichte? Auf keinen Fall - es herrscht Eilmeldungsatmosphäre. Michael Douglas darf das. Hubert Burda darf das. Rod Stewart darf das. Ulrich Wickert und Joschka Fischer dürfen das, der Abteilungsleiter und der Steuerberater auch. Eine Frau küssen oder heiraten, die mal 27 (Burda), mal 26 Jahre (Stewart) jünger ist. Klar, es kann passieren, dass man dann in so einer Bildergalerie landet, in der man sich durch die irren "ungleichen Pärchen" klicken kann, bei denen es "auf die innere Schönheit" ankommen muss. Ansonsten ist man ein Typ, der eine Frau hat.
Süddeutsche Zeitung

spiegel online

Journalistinnen und Journalisten wundern sich in Texten häufig, dass Frauen "trotz ihrer zierlichen Figur" Erfolg haben. Über die Frauen, um die es da geht, sagen solche Phrasen nichts aus - aber viel über die schreibende Person. Frauen können heute fast alles werden. Vielleicht nicht gerade Papst oder "Kundin" auf einem Sparkassenformular, aber Monstertruck-Fahrerin und auch das meiste andere. Schön.